|
Mit
dem Schwarzwaldverein im Bayerischen Wald
vom 29.
Mai bis 05. Juni 2005
Es ist schon Tradition, dass der Schwarzwaldverein im
Mai eine Wanderwoche im Programm hat. In diesem Jahr ging es nach Frauenau
im Bayerischen Wald. Gerhard Stiller, der diese Wanderungen seit Jahren
organisierte, hat nun den Marschallstab in jüngere Hände gelegt und
Peter Jung ist der neue Wanderführer. Wir waren nicht enttäuscht, denn
auch er hatte sich vieles einfallen lassen. Zu seiner Unterstützung hatte
er einen heimischen Wanderführer engagiert, der uns aus seiner Sicht natürlich
die Region nahe brachte. Er wusste viel über die Geschichte (z.B. Glasbläserleben),
Vegetation und Tierwelt zu erzählen und selbstverständlich fand er
interessante und abwechslungsreiche Touren für uns. Man denke nur an den
Urwaldpfad, wo mächtige Baumriesen wie Streichhölzer umgebrochen waren
– erinnert an unseren Sturm „Lothar“ – dazwischen wieder kräftige
jüngere Stämme. Dieses „Stirb und Werde“ der Natur wurde so richtig
vor Augen geführt und verbreitete eine eigenartige Atmosphäre. Ein großer
Gegensatz waren dann diese malerische, verträumte Seen, wie kleiner
Arbersee und Rachelsee.

Letzterer wurde von riesigen grauen und
vollkommen entlaubten Baumruinen überragt. Hier hatte der Borkenkäfer
viele Hektar Wald vernichtet und Wanderführer Friedel verhehlte nicht,
dass man den winzigen Käfer unterschätzte und nicht rechtzeitig Gegenmaßnahmen
ergriffen hat. Gewandert sind wir natürlich jeden Tag, und das bei
allerbestem Wetter. Etliche Höhenmeter wurden bewältigt, zum Falkenstein
sind wir allein 680 Höhenmeter hochgestiegen und waren entsprechend stolz
darauf.
Nach derartigen Leistungen konnten wir uns Abends im
hauseigenen Schwimm- und Dampfbad erholen und waren anschließend bereit für
die exklusiven Gerichte, die uns in dem feudalen Hotel serviert wurden.
Ein zünftiger bayrischer Hüttenabend mit Musik und Tanz durfte nicht
fehlen.
Eine kleine Grenzüberschreitung – man war ja
gleich in der tschechischen Republik.

Der Besuch in der wunderbaren Klosterkirche in
Rinchnach, die uns ein Kirchenführer in interessanter und humorvoller
Weise erklärte. Alles in Allem war diese Woche für uns ein Erlebnis.
Peter hatte alles gut im Griff, er hat uns nicht überfordert, - es wurden
immer wieder Pausen gemacht, rechtzeitig „Tankstellen“ mit Brotzeit
erreicht. Wir haben viel gesehen – das Bilderbuchwetter trug außerdem
zum wohlbefinden und guter Stimmung bei.
Lieber Peter Jung, nochmals ganz herzlichen Dank für
diese schönen Tage. Man kann nur hoffen, dass Du noch recht viele
derartige Wanderwochen organisierst.
ED |